Nico Nolden

Stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der Open Histo­ry e.V.

Foto: Nico Nolden

Nico Nol­den ist seit 2019 Mit­glied von Open Histo­ry. Schon 2016 begeis­ter­te ihn die Idee des His­to­Camp, damals in Mainz. Aktiv orga­ni­sier­te er den Nach­fol­ger 2019 in Ber­lin mit. Seit 2025 unter­stützt Nico nun den Vor­stand als stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der. Kon­ti­nu­ier­lich bestimmt ihn eine Geschichts­wis­sen­schaft, die sich aktiv öffent­lich und gesell­schaft­lich sicht­bar macht und fach­lich fun­diert Ori­en­tie­rung in Dis­kur­se einbringt.

Beruf­lich bau­te Nico an der Uni­ver­si­tät Ham­burg von 2013 bis 2019 die Public Histo­ry mit auf. Er eta­blier­te dort ein Game­Lab für Historiker:innen und die über­re­gio­na­le AG Histo­ry Mat­ters. Mit ande­ren grün­de­te er 2015 den Arbeits­kreis Geschichts­wis­sen­schaft und Digi­ta­le Spie­le (AKGWDS), um ein deutsch­spra­chi­ges Netz­werk auf­zu­bau­en, Insti­tu­tio­nen und Stu­di­os zu bera­ten und Pro­jek­te wie die „Daten­bank: Games und Erin­ne­rungs­kul­tur“ zu unter­stüt­zen. Sei­ne Dis­ser­ta­ti­on von 2018 zu „Geschich­te und Erin­ne­rung in Com­pu­ter­spie­len“ wen­det sich des­halb nicht nur an die Geschichts­wis­sen­schaft und Didak­tik, son­dern will adäqua­te Metho­den für geschicht­li­che The­men auch den Game Stu­dies näher­brin­gen, Entwickler:innen auf bis­lang nicht gedach­te Kon­zep­te für Markt­lü­cken sto­ßen und Spie­len­de für neue Per­spek­ti­ven auf ihr liebs­tes Hob­by gewin­nen. 2019 bis 2022 bau­te er für die Public Histo­ry an der Leib­niz Uni­ver­si­tät Han­no­ver ein VR-Labor auf und kon­zen­trier­te sich auf Ver­kör­pe­rung der Spie­len­den in Spiel­wel­ten. Die Pan­de­mie brems­te jedoch das Post-Doc-Pro­jekt aus. 2022 wech­sel­te er an das Sozi­al­päd­ago­gi­sche Fort­bil­dungs­zen­trum (SPFZ) Ham­burg. Dort ent­wi­ckelt und betreibt Nico noch bis 2026 ein Qua­li­fi­zie­rungs­pro­gramm, das gezielt die digi­ta­le Medi­en­kom­pe­tenz bei Fach- und Füh­rungs­kräf­ten in Kin­der- und Jugend­ar­beit und Jugend­so­zi­al­ar­beit ver­bes­sern soll. Neben­be­ruf­lich ist er selbst­stän­dig tätig: als Pro­jekt-Bera­ter, mit Work­shops und Vor­trä­gen für Muse­en und Gedenk­stät­ten, in der schu­li­schen sowie his­to­risch-poli­ti­schen Erwach­se­nen­bil­dung und für Games Studios.

Sein Spe­zi­al­ge­biet sind inter­ak­ti­ve, digi­ta­le Medi­en, ins­be­son­de­re Spie­le auf ver­schie­dens­ten Platt­for­men – von PCs und Kon­so­len über Mobi­le bis hin zu Vir­tu­al und Aug­men­ted Rea­li­ty. Ihre Insze­nie­run­gen von Poli­tik, Geschich­te und Gesell­schafts­for­men, Vor­stel­lun­gen von Nati­on, Kul­tu­ren und Iden­ti­tä­ten beein­flus­sen welt­wei­te Com­mu­ni­ties. Sie errei­chen so brei­te gesell­schaft­li­che Schich­ten in allen Alters­grup­pen, trans­por­tie­ren Geschichts­bil­der tief dort hin­ein und füh­ren zu oft über­se­he­nen Erin­ne­rungs­kul­tu­ren, die so fas­zi­nie­rend wie her­aus­for­dernd sind. Dar­in liegt auch die reiz­vol­le Ver­bin­dung zu sei­ner aktu­el­len Tätig­keit für die Sozia­le Arbeit in Hamburg.

Web­site: www​.nico​nol​den​.de